Tierhaltung

 

Unser Ziel ist es,  aus Verantwortung dem Tier gegenüber, Umgang und Haltung immer wesensgemäßer zu gestalten.

 

 

Rinderhaltung

 

Aktuell umfasst unsere Herde 50 Milchkühe, 1 Deckbullen und die Nachzucht (45).

Wir sehen uns in der Rolle des „leitenden Mitgliedes“ z.B. der Milchviehherde. In freier Wildbahn wird alles vom Tier selbst, durch den Instinkt geregelt. In der vom Menschen geschaffenen Haustierhaltung muss ständig zwischen Instinkt und Haltungsform vermittelt werden. Davon hängt es ab, wie sich das Tier zurechtfindet und dadurch mehr oder weniger wohl fühlt.
Hier einige Punkte dazu:
*   Unsere Milchkühe haben von Frühjahr bis Herbst mind. 9 Std./Tag Weidegang.
*   Unsere Jungtiere haben von Frühjahr bis Herbst Tag und Nacht Weidegang.
*   Es wird nur hofeigenes Futter verfüttert, d.h. die Fläche bestimmt die Herdengröße.
*   Alle Tiere behalten ihre Hörner ( Ausnahme: der Zuchtbullen).
*   Die Kälber dürfen 4 Monate direkt am Euter saugen.
*   Wir haben immer einen Deckbullen und arbeiten nicht mit künstlicher Besamung.
*   Seit 2009 können sie sich im neuen Laufstall das ganz Jahr frei bewegen.
*   Wir füttern ausschließlich Gras und keinerlei Kraftfutter (Getreide, Soja etc.), da dies
dem dem Verdauungsorganismus der Kuh entspricht.

Rasse
Mindestens bis in die frühen siebziger Jahre kann die schwarzbunte Herde auf dem Hof gesichert zurückverfolgt werden. Diese langjährige Verwurzelung der Herde auf dem Hof hielt uns immer von einem Rassenwechsel ab, da diese Rasse ja weder standorttypisch, noch für eine biologisch extensive Haltung besonders geeignet ist. Man versuchte deshalb schon früh, regionale, bodenständige Bullen einzusetzen  und so wenig wie möglich moderne HF-Genetik einzukreuzen. So konnte man bald beobachten, wie sich der Tiertyp den Verhältnissen immer besser anpasste. Seit nunmehr 10 Jahren kreuzen wir über Bullen zunehmend Altdeutsche Schwarzbunte (DSN) ein. Dadurch werden die Tiere etwas kleiner und fleischiger, was mehr zu unseren Böden passt. So haben wir heute eine Herde, die sich über 40 Jahre an Standort und Futter angepasst hat.

Fütterung
Die Tiere werden bei uns nun schon seit  20 Jahren nur mit Gras, die laktierenden Milchkühe zusätzlich noch mit Luzerne- Klee- Gras gefüttert. Im Winter in Form von Trocknungsheu und Silage. Dies stellt hohe Anforderungen an die Grundfutterqualität. Diese hängt auf der einen Seite wesentlich vom Erntezeitpunkt  und vom Wetter ab, auf der anderen Seite von exakt arbeitenden Maschinen, um wenig Verschmutzungen in das Futter zu bekommen.

Stall
Im 2009 gebauten Stall gibt es jetzt ausreichend Platz für 65 Kühe mit Nachzucht.

Wir haben bei voller Belegung knapp 20m² Platz pro Kuh um ein möglichst stressfreies
Herdenleben zu ermöglichen.
Wir streuen, trotz Liegeboxen, die Laufgänge mit Stroh ein, um auch im Laufstall weiterhin Festmist (statt Gülle) als hochwertigen Dünger für Felder und Wiesen zu erhalten.
Im Stall herrscht Sommer wie Winter Außenklima.
Es hat ausreichend Platz, dass die Kälber die ersten 4 Monate an Mutter oder Amme saugen können.


Vermarktung

Die Milch kann als Demeter-Rohmilch offen im Hofladen bezogen werden. Ein weiterer Teil wird von der Sennerei auf Achse direkt auf dem Hof zu Weich- und Hart- Käse verarbeitet. Der allergrößte Teil wird aber als Bioland Milch von der Schwarzwaldmilch in Freiburg verarbeitet.
Die Altkühe werden größtenteils auf dem Hof geschlachtet, von uns zu Salami, Braten Hackfleisch etc. verarbeitet und sind dann auch im Hofladen zu haben.
Die männlichen Kälber gehen über einen Händler in die Mast.

Forschung
Aus dem Bestreben die Tierhaltung immer weiter zu verbessern, entstanden Fragestellungen, die wir in unseren Forschungsprojekten weiter bearbeiten. Auch sind wir Projektbetrieb bei Instituten und Firmen, die in derselben Richtung arbeiten (siehe auch Forschung).

 

Schweinehaltung

Die Schweine ( durchschnittlich 25 ), werden bei uns sehr extensiv, in großzügigen Ausläufen gehalten und mit betriebseigenem Futter gefüttert. Die Ferkel beziehen wir vom demeter Betrieb Rohrhof  bei Küssaberg. Erst mit einem Lebendgewicht von 140 kg werden die meisten Tiere auf dem Betrieb geschlachtet und von uns zu Fleisch und Wurstwaren verarbeitet, die wir dann hauptsächlich im Hofladen vermarkten.

Schafe, Hühner, Enten

 

Auch Schafe, Hühner, Enten gehören für uns zu einer lebendigen Hofindividualität. So schauen wir, dass diese, zumindest in kleiner Anzahl, auch bei uns vertreten sind.