kleiner Rückblick 2017:

Der vergangene Winter verlief relativ unspektakulär ohne große Schneemassen und extreme Kälte, allerdings gab es auch sehr wenig Niederschläge. Es wurde früh im März schon recht warm und das Wachstum ging rasant los. Während der Frostnächte Mitte April waren unsere Obstblüten zum Glück noch nicht soweit, dass es Schäden gab. Die Trockenheit wurde immer extremer bis dann Anfang Juli der erste ersehnte Regen bei uns ankam. Das restliche Jahr war ziemlich ausgeglichen und ohne Extreme.
Von der Landwirtschaft her gesehen macht uns die knappe Futtersituation zu schaffen. Da der erste und auch der zweite Schnitt, bedingt durch die lokale Trockenheit, ergab zum Teil nur die Hälfte des normalen Ertrages. Ansonsten sind wir sehr zufrieden. Die Getreide Ernte war reichlich bei guten Qualitäten und bei den Tieren gab es wenig Probleme. Auch in der Gärtnerei machte sich die Trockenheit bemerkbar, die ersten Möhrensätze mussten alle neu gesät werden und bis Juli war die Bewässerung auf dem Ackerstück oft im Einsatz. Dort machten wir auch weitere Erfahrungen mit dem Häufelpflug und hatten alle Kulturen auf Dämmen. Es gab keine Ausfälle und wir sind auch da mit der Ernte sehr zufrieden.
Gleich zu Jahresbeginn bauten wir das neue Anzuchthaus direkt an die Süd- Mauer des Haupthauses. Dort können wir vorrausichtlich komplett mit der Abwärme, die im Kesselraum der Hackschnitzelheizung entsteht, heizen. Ein riesen Fortschritt bei unserer eigenen Jungpflanzenanzucht. Weiter haben wir unsere beiden 50 Jahre alten IHC Schlepper „pensioniert“ und durch einen 4 Jahre alten leichten Plantagenschlepper von Fendt ersetzt, der nun die ganzen kleineren Arbeiten macht wie Kreiseln, Schwaden, Wiesen abschleppen etc. Ebenso ersetzten wir unsere Präparate- Spritze aus der „Gründerzeit“ und unseren Miststreuer aus den 80ern. Zu guter letzt war unser VW Bus mit 19 Jahren auch nicht mehr TÜV tauglich und wir ersetzten ihn durch einen gebrauchten Pickup der unseren Ansprüchen besser entspricht. Dadurch sind wir bei unseren im Ganzen doch sehr alten Maschinen einen guten Schritt weiter.
Personell gab es auch einige Veränderungen. Im April schied Julian Grehl aus und im August dann Familie Brockes. Wir möchten uns an dieser Stelle für alles Geleistete herzlich bedanken. Neu dazu kam ab Mai Joachim Leitz und Daniel Grehl der neben der Schule jetzt in der Landwirtschaft verantwortlich mitarbeitet und auch Rebecca bei den Hühnern unterstützt. In der Gärtnerei gab es keine Veränderungen gegenüber dem Vorjahr. Der Hofladen wurde von Rebecca Sanner und Claudia Grehl übernommen, die im Sommer ihr Anerkennungsjahr als Erzieherin abschloss und dort noch 2 Tage die Woche arbeitet. 
Wir hatten dieses Jahr wieder 4 mal die Menschenweihehandlung mit Herrn Ness und setzen an Ostern und Michaeli unsere Gesprächsrunde fort. Beim Gemeinsamen Sähen am Erntedankfest waren es dieses Mal 1,6 ha ! Auch machten wir dieses Jahr einen Stand beim Klimaschutz- Tag des Gewerbevereins am 1. Mai und luden im Juli wieder zum Brunch auf dem Hof ein. Im September  bekamen wir noch durch unseren Praktikanten Samuel Weilacher ein wunderschönes Sonntagskonzert des „Quartetto Paganino“ .
Mit der Entwicklung der Vermarktungsgesellschaft sind wir zufrieden. Unseren uralten Marktanhänger haben wir durch einen 11 jährigen wesentlich komfortableren ersetzt und damit verbunden auch den Transporter.
Im Forschungsbereich bereiten wir gerade ein neues größeres Projekt mit den Agronauten e.V. und der Regionalwert AG vor. Ziel ist, ganz konkret den Wirtschaftlichkeits- Begriff in der Landwirtschaft zu erweitern, um die ganzen heute nicht mehr erfassten Leistungen (wie Bodenentwicklung, geschlossener Betriebskreislauf, Tierwohl, Ausbildung etc.) wieder als Wert darstellen zu können. Erst damit kann man die reale Wirtschaftlichkeit eines biol.- dyn. Betriebes auch monetär, der heutigen Zeit entsprechend, erfassen.

 

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