Auf dieser Seite wollen wir über Aktuelles informieren.
Für Anregungen sind wir immer dankbar.
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es ist Samstag vor dem 4. Advent, windstill, etwas bewölkt, sonnig und warm. Die letzten Rinder sind seit 19. November im Stall, dem Tag vor dem ersten Schnee, die Zäune sind abgebaut, die Maschinen eingewintert und wir haben im ganzen Hof viel aufgeräumt und geputzt. Zeit auch um auf das vergangene Jahr zurückzuschauen.
Ganz grob könnte man sagen, die erste Jahreshälfte hätte für uns vom Wetter her nicht besser sein können, das dritte Quartal Juli, August, September war durch den häufigen, ergiebigen Regen die größte Herausforderung und ab Oktober liefen die anstehenden Arbeiten wieder ziemlich gut, so dass wir jetzt am Jahresende noch alles gut versorgen, putzen und aufräumen konnten.
Bevor es aber draußen richtig los ging, stellten wir im Zusammenhang mit Nys Meisterarbeit unsere Kälberaufzuchtmethode von „nach dem Melken saufen“ auf „vor dem Melken saufen“ um. In diesem Projekt wurden die Kälber vor der Umstellung und danach wöchentlich gewogen und beobachtet.
Dann konnten wir Anfang März schon beginnen die Äcker zu richten, um danach zu säen, wir konnten Wiesen abschleppen, Präparate spritzen, die Zäune bauen, das Wintergetreide striegeln und Untersaaten einbringen. Durch das sonnige trockene Wetter konnten wir konstant dranbleiben und waren bis Ostern, Mitte April komplett auf dem Laufenden. Weiter war es dann möglich zwischen dem 10. und 15. Mai den ganzen ersten Schnitt Silage einzufahren, um den 12. bis 20. Juni das Heu zu machen und parallel dazu auch schon den 2. Schnitt auf den früh geschnittenen Wiesen einfahren. Dann schlug das Wetter um, wurde regnerisch, was uns zunächst auch sehr entgegen kam, da der neue Aufwuchs dadurch sehr gut gedieh. Die Getreideernte war dieses Jahr für viele Bauern durch langanhaltende Regenperioden sehr herausfordernd und begann bei uns so früh wie noch nie am 12. Juli mit dem ersten Roggen (selten vor dem 25. Juli). Eine Woche darauf dann der restliche Roggen mit dem ersten Weizen. Danach gab es nur noch einen Tag ohne Regen, an dem wir den ganzen restlichen Weizen und 1/3 des Dinkels droschen. Danach gab es keinen Tag ohne Regen bis weit in den August. Leider konnten wir dadurch den restlichen Dinkel nicht mehr backfähig ernten. Für das Futtergetreide allerdings war das kein Problem. Es war auch sehr mühsam das Stroh zu pressen da wir fast alles zum Trocknen kreiseln mussten. Auch die ganze Stoppelbearbeitung und später das Herrichten der Felder für die Winteraussaat musste immer in sehr kurzen Zeitfenstern geschehen, in denen es einigermaßen trocken war. Später, im Oktober gab es dann wieder längere trockene Phasen, in denen wir die Herbstaussaaten dann doch ziemlich zufriedenstellend durchführen konnten.
Die Apfelernte Ende Oktober fiel nur mäßig aus und im November konnten wir dann die Außenarbeiten zu einem guten Ende bringen.
Auf der technischen Ebene hatten wir einen schwerwiegenden Unfall. Glücklicherweise ist dem Fahrer nichts Schlimmeres passiert, der Schlepper aber war nicht mehr reparabel und musste ersetzt werden.
Nach den umfangreichen Aktivitäten im letzten Jahr mit dem Dorffest am Hof war dieses Jahr ruhiger. Die Jugendsektion mit ihrem Leitungsteam traf sich Anfang Januar wieder am Hof. Die freie Landbauschule und die Demeter Ausbildung im Süden hatten wieder je einen Tag bei uns, an dem der Schlachtprozess intensiv mit Vor- und Nachbereitung behandelt wurde. Ende November fand dann wieder die Mitgliederversammlung des Vereins am Hof statt.
Die regelmäßige Arbeit in den sozialen Entwicklungs- und Verarbeitungsräumen mit J.P. Roggenbuck wurde weiter fortgesetzt ebenso die Treffen unseres Arbeitskreises mit A.C. Momsen, M.Ries und J.P. Roggenbuck. Aus diesem Kreis heraus werden wir nächstes Jahr auf der landw. Tagung in Dornach eine Arbeitsgruppe anbieten und von unseren ersten Schritten berichten.
Mit Stephan Ness wurde auch dieses Jahr wieder der Kultus der Menschenweihehandlung 4mal zu den Jahresfesten am Hof zelebriert.
Die Ergebnisse des siebenjährigen Projektes des Bodenfruchtbakeitsfonds zum Bodenaufbau wurden auf Gut Rheinau CH der Öffentlichkeit vorgestellt und mit einem Festakt abgeschlossen.
In einer Arbeitsgruppe des BFF arbeiten wir weiter an den Fragen zur Weiterentwicklung der Landwirtschaft und des Fonds. Ein nächstes Treffen der Gruppe wird im Januar auf dem Breitwiesenhof stattfinden.
So geht dieses Jahr dem Ende zu und wir sind gespannt was aus der Weihnachtszeit für Impulse für das neue Jahr sichtbar werden.
Wir wünschen allen eine kraftvolle, ruhige, besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Jahresanfang,
mit herzlichen Grüßen vom Breitwiesenhof
Urs Sperling
es schneit sachte, es geht auf Weihnachten zu und das Jahresende naht, Zeit zurück zu schauen.
Von der landwirtschaftlichen Ebene her gesehen, hatten wir ein recht feuchtes und in den eigentlichen Wachstumsmonaten auch kaltes Jahr. Bis Ende Juni gab es bereits 700l Niederschlag, stand heute sind es bereits über 1100l. Das ist deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Die Kälte und Nässe im Frühjahr ließ das Bodenleben nur schleppend in Gang kommen. Das Gras wuchs dadurch etwas verzögert, konnte dies aber durch die gute Wasser Versorgung über den Sommer mehr als Wett machen. Wir hatten gute Erträge und Qualitäten, da wir die kurzen trockenen Zeitfenster für die Schnitte im Grünland gut nutzen konnten. Das Getreide „mickerte“ im April, Mai, mit der Folge, dass sich die Beikräuter ( Unkräuter ) gut entwickeln und breit machen konnten. Zur Ernte hin gab es trockenes warmes Wetter. So konnten wir dann zwar gute Qualitäten dreschen jedoch mit geringen Erträgen. Die Milchviehherde vergrößerte sich leicht und wir hatten zeitweise fast 20 Mütter mit noch trinkenden Kälbern, was hohe Konzentration beim Melken erforderte, da noch genügend Milch für die Kälber im Euter bleiben muss. Mit durchschnittlich 20 Schweinen in verschiedenen Größen ist der Schweinebestand unverändert, ebenso die Hühner und Enten.
Es gab eine ganze Reihe von Veranstaltungen dieses Jahr. Die neugegründete Jugendsektion in Deutschland traf sich mit Ihrem Leitungsteam gleich Anfang Januar auf dem Hof. Weiter ging es dann mit der freien Landbauschule Bodensee mit 2 Schultagen rund um die Schlachtung von Tieren. Im April fand das vorerst letzte Parzifal-Seminar mit Magdalena Ries statt und daran anschließend ein Violinkonzert mit Miha Pogacnik. Ende April veranstaltete Stefan Lehmann über ein verlängertes Wochenende eine Kompostwerkstatt und dann gab es im Mai ein Obsalim-Seminar ( Diagnostik- und Fütterungsanpassungsmethode auf der Grundlage der Beobachtung der Rinder ) von Mechthild Knössel. Die größte Veranstaltung war dann am 13./14. Juli das Dorffest auf dem Hof. Das Wetter spielte glücklicherweise mit und so fanden an diesem Wochenende ca. 6000 Menschen den Weg zum Hof. Mit viel Musik, Handwerkermarkt, Oldtimer treffen, Hofführungen und gutem Essen war es für alle ein gelungenes Fest. Am 28. November fand dann die diesjährige Mitgliederversammlung des Vereins auf dem Hof statt. Es konnten dort die Jahresabschlüsse 2023 vorgestellt und über die Entwicklung des laufenden Jahres berichtet werden.
Die regelmäßige Arbeit in den sozialen Entwicklungs- und Verarbeitungsräumen mit Johannes Peter Roggenbuck wurde weiter fortgeführt. Auch die Bearbeitung der Frage, wie seelische Prozesse im Betriebs und Arbeitsprozess bewusster werden und gestaltend mit einfließen können wurde fortgesetzt. Dieser Arbeitskreis mit Ann-Christin Momsen, Magdalena Ries, J.P. Roggenbuck und Ansgar Vortmann traf sich dieses Jahr in größeren Abständen dafür aber immer für mehrere Tage um intensiver in den Hofprozess eintauchen zu können.
Mit Tanja Baumgartner und Eckart Grundmann gab es 4 Treffen an denen wir eurythmisch versuchten uns mehr mit den Lautkräften der Evolutionsreihe bekannter zu machen, ihre Wirkung in den lebendigen Prozessen wird dadurch immer wahrnehmbarer.
Auch konnte mit Stephan Ness der Kultus der Menschenweihehandlung wieder 4 Mal zu den Jahresfesten zelebriert werden.
Als Mitgliedsbetrieb des Bodenfruchtbarkeitsfonds nahm ich an mehreren Entwicklungstreffen auf dem Herzberg Teil. Mit Mathias Forster, Vorstand des BFF, den Mitarbeitern und einem Expertenkreis aus Landwirtschaft und Gesellschaft arbeiten wir an der Weiterentwicklung des Fonds und ringen um zukünftige Formen in der Landwirtschaft. Die Notwendigkeit dafür wird immer deutlicher und drängender.
So nehmen wir im Rückblick ein dichtes, herausforderndes Jahr mit in die Weihnachtszeit und sind gespannt was für Impulse sich für das neue Jahr daraus zeigen werden.
Wir wünschen allen eine kraftvolle, ruhige, besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Jahresanfang,
mit herzlichen Grüßen vom Breitwiesenhof
Urs Sperling
Das Jahr hatte den Charakter von einem zur Ruhe kommen. Zur Ruhe kommen in der kleinsten landwirtschaftlichen Form im Außen, zur Ruhe kommen im Inneren, im Sozialen, nach den ganzen Turbulenzen der vergangenen Jahre. Es ging mir im Wesentlichen darum, im Kontakt mit dem tieferen biologisch-dynamischen Impuls die Milchviehherde mit der Nachzucht, die ganzen Wiesen und die Äcker zu bewirtschaften und zu versorgen. Dabei wurde mir immer deutlicher, daß es darauf ankommt, den Neuaufbau aus der Frage heraus zu gestalten: Was braucht der lebendige Hoforganismus zum Gedeihen? Was brauchen die Menschen für Ihre Entwicklung?
Um diese Arbeiten und Fragen herum entstand ein reges Leben. Neben der regelmäßigen Arbeit in sozialen Entwicklungs- und Verarbeitungsräumen mit Johannes Peter Roggenbuck, bildete sich zum Beispiel ein Kreis mit Magdalena Ries, Ann-Christin Momsen, Johannes Peter Roggenbuck und Ansgar Vortmann, mit der Frage, wie seelische Prozesse im Betriebs und Arbeitsprozess bewusster werden und gestaltend mit einfließen können. Es wurden von Ansgar Vortmann verschiedene Kompostierungsverfahren in kleinen Versuchskomposten angelegt und diese sollen im nächsten Jahr zu einem Impfkompost verbunden werden. Das Projekt zur Eichen-Konstellationsaussaat wurde nach dem Totalausfall 2021 (mutmaßlich durch den Eichelhäer) nochmal aufgegriffen und neu gesät. Dabei erweiterten wir den Versuch um die Frage nach der Wirksamkeit der eurythmischen Tierkreis-Gesten auf Keimung und Wachstum. Darüber hinaus gab es ein erstes Treffen mit Tanja Baumgartner und Eckart Grundmann mit der Frage, wie kann auch durch Eurythmie gestaltend im lebendigen Hoforganismus gearbeitet werden. Mit Mathias Forster gab es einige Treffen im Rahmen der Weiterentwicklung des Bodenfruchtbarkeitsfonds bei dem es auch um die Frage geht, wie können aus der Gesellschaft heraus Freiräume in der Landwirtschaft geschaffen werden um den Bauern wieder mehr Raum für menschliche Entwicklung zu ermöglichen. Nur so können sie den Boden weiter aufbauen, die Höfe weiter entwickeln, die ganze Landwirtschaft verändern, was dann wiederum auf die Gesellschaft zurück wirkt. Ein Parzifal-Seminar mit Magdalena Ries fand dieses Jahr an Himmelfahrt wieder statt und brachte Bewegung, Schwung und Freude an den Hof. Das ganze Jahr über unterstützten uns viele Menschen, durch Mitarbeit, Interesse und vielen anregenden Gesprächen. Stephan Ness zelebrierte den Kultus der Menschenweihehandlung jeweils zu den Jahresfesten und am 16. Dezember spielte Miha Pogacnik ein begeisterndes Konzert und anschließend im Stall noch ein gute Nacht Lied für die Kühe.
Bericht von den Projekten:
-Der Eichen-Konstellationsaussaat-Versuch wurde um eurythmisierte
Varianten erweitert und nochmals begonnen. Dies geschieht in
Zusammenarbeit mit Jürgen Zippel, Tanja Baumgartner und Eckart
Grundmann.
-Wir sind dabei, den „Aufbau des Breitwiesenhofes aus dem Lebendigen
heraus“ als Forschungsaufgabe zu projektieren. D.h. es sollen die
gegangenen Schritte und Entwicklungsstufen dokumentiert und die
verwendeten Methoden, Werkzeuge und Kompetenzen dargestellt
werden. Damit planen wir dann im Rückblick aus den sich ergebenden
Erfahrungen zu Gesetzmäßigkeiten und allgemeingültigen neuen
Ansätzen zu kommen.
-Im Rahmen der Partnerschaft mit dem Bodenfruchtbarkeits Fond
(www.bio-stiftung.ch) geht es um ähnliche Ansätze, die ebenso noch in
Entwicklung sind. Dieser unterstützt uns auch bisher schon in unserem
Bemühen, das Bodenleben immer weiter zu fördern.
-Mit Ansgar Vortmann ist ein Projekt im Entstehen, was den Focus stark in
den lebendigen Prozessen des Kompostierens und im Bereich der
Landschaftsgestaltung mit Hecken und Wasserführung hat.
-Weiterhin sind wir über das Fibl beim EU-Projekt INTAQT dabei. Dort
wird untersucht, welche Auswirkungen verschiedene Haltungssysteme auf
die Milchqualität haben.
Kleiner Vorblick:
Neben den erwähnten Projekten stehen auch schon einige Veranstaltungen im neuen Jahr fest. Zum einen gibt es nochmal ein Parzifal Seminar nach Ostern und im April ein Secret Dinner mit regionalen Gastronomen.
Als größtes Event wird am 13./14. Juli das Ühlinger Dorffest wieder bei uns am Hof stattfinden.
Mit einem herzlichen Gruß
vom Breitwiesenhof
Urs Sperling
Nun ist es soweit, mit Freude können wir Sie zu
unserer Hofladeneröffnung am
Freitag den 17. Februar ab 14:30
einladen.
Bei Kaffee und Kuchen werden wir die neue Form vorstellen.
Der Hofladen wird zur Selbstbedienung nur mit den hofeigenen Demeter Produkten weitergeführt.
Für Sie stehen Getreide, Mehl, Fleisch, Wurst von Rind und Schwein, sowie Käse und Saft bereit.
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 8:00 – 18:30 Uhr
Herzlich
Ihr Breitwiesenhof